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Umversorgung bei Sauerstofftherapie nicht ohne ärztliche Verordnung

Etwa 400.000 Menschen bedürfen deutschlandweit einer Sauerstofflangzeittherapie. Dabei hängt die benötigte Versorgungsform von verschiedenen Faktoren ab. Normalerweise ist der Arzt für die Verordnung der angemessenen Therapie verantwortlich. Mittlerweile greifen jedoch Krankenkassen immer häufiger in die Therapiefreiheit der Mediziner ein, kritisiert nun Spectaris, der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. Mit einem Positionspapier hat sich der Verband an die Aufsichtsbehörden der Krankenkassen und die Politik gewandt.

Lebensalter, Art der Erkrankung, aber auch die individuellen Lebensumstände sind Faktoren, die der behandelnde Mediziner bei der Wahl der passenden Versorgungsform zur Sauerstofftherapie in Betracht zieht. Immer öfter kommt es jedoch vor, dass Sachbearbeiter der Krankenkassen beim Homecare-Anbieter eine andere als die verordnete Therapie in Auftrag geben. „Heute gibt es für jeden Patienten die passende Versorgungsform. Diese wird vom behandelnden Arzt festgelegt“, meint Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbands Medizintechnik bei Spectaris. „Der Eingriff der Krankenkassen in die ärztliche Therapiefreiheit kann für den Patienten erhebliche gesundheitliche Folgen haben.“ Notfalleinweisungen in die Klinik beispielsweise oder sogar eine generelle Verschlimmerung der Erkrankung. Durch Umstellungen von mobilen Geräten auf Apparate, die nur unter Netzbetrieb laufen, kann auch das gesellschaftliche Leben eine gravierende Beschneidung erfahren.

Laut Spectaris kommt es ebenfalls häufig vor, dass die Krankenkassen die Homecare-Anbieter anweisen, die Patienten zu einer anderen Therapieform zu überreden. Druckmittel ist hier der Entzug des Versorgungsauftrages. „Die Kassen versuchen durch diese Anweisungen an die Homecare-Provider die ärztliche Therapiefreiheit zu umgehen, um Kosten zu sparen und übertragen damit das Haftungsrisiko für Gesundheitsschäden beim Patienten auf die Homecare-Provider. Diese Rechtsunsicherheit ist für Patienten, Ärzte und Homecare-Provider untragbar“, so Kuhlmann. „Viele betroffene Patienten wissen sich aus Furcht vor dem Verlust der gesamten Versorgung nicht zu wehren. Ihnen fehlt wörtlich die Luft zum Atmen.“

Spectaris fordert daher, ärztliche Verordnungen als bindend anzusehen und von Abänderungen abzusehen. Umversorgungen dürfen nur nach Untersuchung und Anordnung des behandelnden Mediziners vorgenommen werden. Die Erstattung aller im Hilfsmittelverzeichnis aufgelisteten Versorgungsformen muss gewährleistet werden und den Leistungserbringern dürfen keine Haftungsrisiken für nicht ärztlich angeordnete Veränderungen aufgebürdet werden.

Quelle: 
http://www.homecare-nachrichten.de
http://www.homecare-nachrichten.de/2015/06/umversorgung-bei-sauerstofftherapie-nicht-ohne-aerztliche-verordnung/